0.3.0-beta.3 ergänzt verknüpfte Word-Fuß- und Endnoten, die vollständige Anzeige nicht druckbarer Zeichen, einen dauerhaften Chat für Mitwirkende, klarere Exportformate sowie verbesserte JATS-, IDML- und OMI-Paketabläufe. Die Version baut auf der Live-Zusammenarbeit am Manuskript, Studio-nativen Redaktionsworkflows, Publikationslayout und wiederverwendbaren Literaturbibliotheken auf.
Live-Zusammenarbeit und angenommene Einladungen
Laden Sie einen Studio-Autor zu einem Manuskript ein. Die Einladung erscheint im Studio-Posteingang; Zugriff entsteht erst nach der Annahme. Die Beteiligten bearbeiten den Text gleichzeitig und sehen Namen sowie eigene Farben an Live-Cursorn und Auswahlen.
InDesign-kompatible Absatz- und Publikationsstile
Der Live-Publikationseditor bietet ein InDesign-orientiertes Absatzstilsystem mit Vererbung, detaillierten Steuerelementen und Live-Darstellung, während Manuskriptsemantik und Publikationsdarstellung getrennt bleiben.
Abschnittslineal, Tabstopps und Spalten
Auf ausgewählte Manuskriptabschnitte lassen sich linealgesteuerte Tabstopps und mehrspaltige Layouts anwenden; zusätzlich stehen Text-zu-Tabelle-Konvertierung und kompakte Werteingaben zur Verfügung.
Studio-nativer Redaktionsworkflow
DNS-verifizierte Zeitschriften und Verlage ohne OJS oder OMP können Einreichung, doppelt anonyme Begutachtung, Autorenrevision, redaktionelle Annahme und Publikation in Studio durchführen. Die Annahme ist an die exakt gespeicherte Revision gebunden und bleibt von der Publikation getrennt.
Persönliche Literaturbibliothek und Dokumentbibliografie
Autoren können bibliografische Datensätze kontobezogen speichern, in mehreren Manuskripten wiederverwenden und je Dokument auswählen, welche nicht zitierten Werke im Literaturverzeichnis erscheinen. Zitierte Werke bleiben automatisch enthalten.
HTML5- und Drucklayout-Zoom
Der Word-ähnliche Dokumentzoom funktioniert nun sowohl im visuellen HTML5-Publikationseditor als auch in der paginierten Drucklayoutansicht konsistent.
Direkte OJS/OMP-Autoreneinreichung
Über Publikation kann eine geeignete eigenständige Studie direkt für eine konfigurierte OJS- oder OMP-Installation vorbereitet und eingereicht werden. Studio überträgt Metadaten und Dateien, bewahrt Entwurfs-/Wiederholungsstatus, validiert den Zielworkflow und verwendet die API-Anmeldedaten des Autors für das Publikationssystem.
PKP-kompatible wissenschaftliche Metadaten
Einreichungsmetadaten umfassen strukturierte Mitwirkendenidentität, getrennte Vor- und Familiennamen, Affiliationen, ORCID-kompatible Felder und Interessenkonflikterklärungen für den OJS/OMP-Austausch, ohne publikationstypische Namensformatierung zu verlieren.
Referenzmanager-Interoperabilität
Die Referenzschicht unterstützt RIS-, BibTeX- und CSL-JSON-Austausch, Massenimport, Deduplizierung und Aktualisierung verknüpfter Datensätze; für Mendeley-Bibliotheken steht eine OAuth-Integration zur Verfügung.
Nativer OMP-3.5-Client
Studio erkennt OMP-Fähigkeiten, importiert autorisierte Quelldaten und kann Autorenrevisionen, zuweisungsgebundene Reviewer-Anhänge, Review-Formularantworten und unterstützte native Review-Ergebnisse zurückgeben, während OMP für Review-Abschluss und redaktionelle Entscheidungen maßgeblich bleibt.
Release-Integrität und Updates
Desktop-, Mobil- und Review-Oberflächen können über neuere Studio-Releases informieren. Die Release-Pipeline bindet einen Tag an den exakten Build-Commit und ersetzt niemals Assets eines bereits veröffentlichten Releases.
Einstufige responsive Navigation
Die Studio-Navigation öffnet sich direkt ohne zwischengeschaltetes zweites Menü. Desktop und Mobilgeräte verwenden dasselbe responsive Navigationsmodell mit einem Schließen-Steuerelement an derselben Position.
Druck- und interaktiver PDF-Export
Der Publikationsexport unterscheidet Druck-/Archiv-PDF und interaktives PDF. Die Druckausgabe entfernt aktive Links, die interaktive Ausgabe behält nutzbare interne und externe Links; gesetzte Publikation und neutraler redaktioneller Inhalt bleiben getrennte Modi.
Desktop-Manuskriptarbeitsbereich
Browserähnliche Dokument-Tabs, Vollfenster-Ansichten für Studio/Konto und eine einblendbare Word-ähnliche Dokumentgliederung unterstützen lange Desktop-Arbeiten; mobil bleibt der separate Struktur-Workflow erhalten.
Große DOCX-Dateien und Rich-Text-Bedienung
Große Word-Importe verwenden verzögertes Editor-Mounting und öffnen direkt als OMI-Manuskript. Importierte eigenständige DOCX-Studien werden für die direkte Publikation ausdrücklich als Studien statt als Bände erkannt.
Dynamische Register
Word-XE-Markierungen werden als semantische Registerziele statt als Seitenzahltext importiert. Studio kann jeden Namen einmal mit klickbaren Verweisen auf reale Vorkommen anzeigen; beim DOCX-Export werden XE- und INDEX-Felder erzeugt, damit die endgültigen Seitenzahlen aus dem exportierten Layout entstehen.
Suchen, Ersetzen und Blockstruktur
Die Dokumentsuche bietet Suchen und Ersetzen direkt an und hebt Treffer hervor. Der aktuelle Absatz oder ausgewählte Blöcke können in normale Absätze, Überschriften, Blockzitate, Aufzählungen, nummerierte Listen oder Codeblöcke umgewandelt werden.
Korrektur, Übersetzung und Agenten
Lokale Rechtschreibprüfung folgt der Manuskriptsprache. Optionale Grammatik-/Stildienste, DeepL, providerneutrale KI-Agenten und Integrations-Auditdaten laufen über explizite, bereichsgebundene externe Dienstflüsse.
Sichere geräteübergreifende Konten
Passwort-Wiederherstellung verwendet einmalige, ablaufende Tokens und beendet nach Passwortänderung vorhandene Sitzungen. Verknüpfte Anmeldemethoden werden im Konto getrennt von Manuskriptberechtigungen verwaltet.
Föderierte Anmeldung
Google, Microsoft und konfigurierbare institutionelle OpenID-Connect-Provider verwenden Authorization Code + PKCE sowie State/Nonce- und Issuer/Audience-Prüfung. Bestehende Konten werden nicht allein anhand der E-Mail automatisch verknüpft.
Gerätebewusste Speicherung
Installierte Clients unterscheiden eigene von gemeinsam genutzten/fremden Geräten. Eigene Geräte können nativen lokalen/Systemspeicher verwenden; auf gemeinsam genutzten Geräten werden profilgebundene Cloud-Verbindungen bevorzugt und lokale Arbeitswege nicht behalten.
Android-native Dateiabläufe
Android verwendet den systemeigenen Dokument-/Storage-Access-Framework-Dialog für Öffnen, Speichern, Speichern unter sowie OMI-Backups/Exporte statt breit angelegter Speicherberechtigungen.
Android- und Google-Play-Betaverteilung
Signierte Android-AAB/APK-Builds sind funktionsfähig. Der geschlossene Google-Play-Test ist für berechtigte Tester verfügbar; das universelle APK bleibt zusätzlich als direkter Beta-Download aus dem aktuellen GitHub-Release verfügbar.
iOS- und iPadOS-Nativziel
Der gemeinsame Tauri-Client wird als Apple-Silicon-iPhone/iPad-Simulator-App erzeugt und erfolgreich kompiliert. Files/UIDocumentPicker, mobile Exportausgabe und nativer Authentifizierungs-Handoff sind implementiert; für TestFlight/App Store fehlen noch Apple-Developer-Signierung, Provisioning und die endgültige Universal-Link-Zuordnung.
Institutionelle und zentrale Administration
Persönliche und institutionelle Profile sind getrennt. MEMBER/ADMIN/OWNER-Rollen, Administrator-Anmeldung, zentrale OMI-Administration, bereichsgebundene Institution-Admin-API-Zugangsdaten und Admin-Auditereignisse sind implementiert, ohne Manuskriptzugriff zu verleihen.
Verifizierte wissenschaftliche Identität
ORCID-Verknüpfung ist mit kryptografischer Autorensignatur verbunden: unveränderliche committed Revisionen können an eine verifizierte ORCID-Identität und portable WebAuthn/Issuer-Verifikation gebunden werden.
Publikationssystem-Workflows
Konfigurierte OJS- und OMP-3.5-Workflows für Autoren, Redakteure und doppelt anonyme Gutachter sind funktionsfähig. Native End-to-End-Tests prüfen zugewiesene Dateien, Begutachtungsformulare, Korrekturen, getrenntes Feedback und signierte Rückschreibung; der eigenständige Autorenfluss unterstützt nun auch direkte Studio-Einreichungen.
Das Projekt befindet sich in der öffentlichen Beta. Im Mittelpunkt stehen Regressionstests, Leistung bei großen Dokumenten, Fehlerwiederherstellung, Interoperabilität, saubere Migrationen und vertrauenswürdige unveränderliche Releases auf dem Weg zum ersten Release Candidate.