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Finanzierung und Partnerschaften

Das „Open Manuscript Initiative“ (OMI) ist ein Open-Source-Projekt zum Aufbau einer interoperablen Infrastruktur für das Verfassen und Veröffentlichen wissenschaftlicher Texte. OMI begrüßt die Zusammenarbeit mit Universitäten, Forschungsinstituten, Bibliotheken, wissenschaftlichen Gesellschaften, Fachzeitschriften, Verlagen, Infrastrukturanbietern, öffentlichen Einrichtungen, Förderorganisationen und Open-Source-Communities.

OMI unterscheidet zwischen der Unterstützung durch die Gemeinschaft und der institutionellen sowie der wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Finanzielle Beiträge können zur Aufrechterhaltung des Projekts beitragen, doch unter Partnerschaft kann auch wissenschaftliche Zusammenarbeit, die Bereitstellung von Infrastruktur, Maßnahmen zur Interoperabilität, Pilotprojekte, Evaluierung, Verbreitung oder die Teilnahme an einem geförderten Konsortium verstanden werden.

Sie bereiten einen Antrag oder ein Konsortium vor? Auf der „OMI Grant Readiness Pack“ finden Sie wiederverwendbare Projektbeschreibungen, Partnerprofile, Strukturen für Arbeitspakete, Rahmenkonzepte zur Wirkungsanalyse, Budgetplanung, KPIs und Materialien zur Antragerstellung.

Möglichkeiten zur Unterstützung und Zusammenarbeit​

Einzelne Unterstützer​

Einzelpersonen können die langfristige Pflege des Open-Source-Projekts unterstützen, unter anderem in den Bereichen Dokumentation, Testen, Barrierefreiheit, Lokalisierung und Release-Engineering. Auf der Seite „Support“ finden Sie die derzeit verfügbaren Support-Kanäle.

Institutionelle Förderer​

Universitäten, Bibliotheken, wissenschaftliche Gesellschaften, Fachzeitschriften und Verlage können „OMI“ durch institutionelle Zusammenarbeit unterstützen. Zu den möglichen Formen zählen Pilotprojekte, Usability-Evaluierungen, die Validierung von Arbeitsabläufen, Lokalisierung, Dokumentation, Infrastrukturunterstützung sowie Beiträge zu Interoperabilitätsspezifikationen.

Sponsoren​

Organisationen können die Entwicklung oder Wartung finanziell unterstützen und dabei den Open-Source-Charakter sowie die technische Unabhängigkeit von „OMI“ wahren. Eine finanzielle Unterstützung begründet weder Eigentumsrechte an den offenen Spezifikationen noch eine ausschließliche Kontrolle über die Projektplanung.

Forschungs- und Finanzierungspartner​

OMI ist offen für die Beteiligung an Forschungs- und Innovationsvorhaben, bei denen seine Infrastruktur in den Bereichen wissenschaftliches Verfassen, Veröffentlichung, Interoperabilität oder Open Science zur Erreichung der Projektziele beitragen kann.

Mögliche Bereiche der Zusammenarbeit sind unter anderem:

  • offene wissenschaftliche Kommunikation und offene Wissenschaft;
  • interoperable Manuskript- und Wissenschaftsobjektmodelle;
  • Arbeitsabläufe bei der Veröffentlichung von Zeitschriften und Monografien;
  • OJS/OMP und die Interoperabilität anderer Veröffentlichungsplattformen;
  • permanente Identifikatoren und Forschungsmetadaten;
  • mehrsprachige wissenschaftliche Kommunikation;
  • barrierefreie und plattformübergreifende Autorensysteme;
  • Infrastruktur für Peer-Review-Verfahren und Arbeitsabläufe zur Gewährleistung der Forschungsintegrität;
  • Interoperabilität von Zitaten und Quellenangaben;
  • nachhaltige Open-Source-Forschungssoftware;
  • institutionelle Einführung, Verwaltung und Steuerung;
  • Erhaltung, Export und plattformunabhängige wissenschaftliche Inhalte.

Was „OMI“ zu einem Konsortium beitragen kann​

Je nach Umfang eines Aufrufs kann „OMI“ eine bestehende technische Open-Source-Grundlage sowie eine konkrete Implementierungsumgebung für die Prototypenentwicklung und Validierung bereitstellen. Das Projekt umfasst derzeit eine webbasierte und eine native Studio-Implementierung, die strukturierte Bearbeitung von Manuskripten, Workflows im Publikationsstil, Integrationsarbeiten für OJS/OMP, Peer-Review-Workflows, mehrsprachige Benutzeroberflächen, plattformübergreifende Paketierung sowie Komponenten für die institutionelle Verwaltung.

OMI kann daher in einem Vorschlag nicht nur als Softwareentwicklung, sondern auch als Demonstrations- und Integrationsschicht zum Testen interoperabler wissenschaftlicher Arbeitsabläufe anhand realer Anwendungsfälle aus Institutionen und dem Verlagswesen positioniert werden.

Mögliche Rollen in den Arbeitspaketen​

OMI-bezogene Arbeiten können natürlich zu folgenden Arbeitspaketen beitragen:

  • Architektur- und Interoperabilitätsspezifikationen;
  • Forschung und Softwareentwicklung;
  • Demonstranten und Piloten;
  • Arbeitsabläufe im wissenschaftlichen Verlagswesen;
  • Integration von Metadaten und Identifikatoren;
  • nutzerorientierte Bewertung;
  • Mehrsprachigkeit und Barrierefreiheit;
  • Nachhaltigkeit durch Open Source;
  • Verbreitung, Nutzung und Aufbau von Gemeinschaften.

Die genaue Rolle sollte stets anhand der Ziele, Förderkriterien und erwarteten Ergebnisse der jeweiligen Ausschreibung definiert werden.

Grundsätze der Partnerschaft​

OMI Die Zusammenarbeit sollte die Kernprinzipien des Projekts wahren:

  1. Offene Standards und Interoperabilität. Wissenschaftliche Inhalte sollten nicht von einer einzigen Anwendung oder einem einzigen Anbieter abhängig sein.
  2. Open-Source-Nachhaltigkeit. Öffentlich finanzierte Kernentwicklungen sollten – soweit die vertraglichen und rechtlichen Rahmenbedingungen dies zulassen – eine wiederverwendbare, offene Infrastruktur stärken.
  3. Institutionelle Übertragbarkeit. Universitäten, Fachzeitschriften, Verlage und Forscher sollten eine sinnvolle Kontrolle über ihre wissenschaftlichen Inhalte und Arbeitsabläufe behalten.
  4. Forscherorientiertes Design. Strukturiertes Publizieren sollte unnötige Hindernisse bei der Erstellung von Inhalten abbauen, anstatt die Komplexität der Produktion auf die Autoren zu verlagern.
  5. Transparente Steuerung. Finanzierungsbeziehungen und Projektrollen sollten nicht stillschweigend zu einer ausschließlichen Kontrolle über die Spezifikationen von OMI führen.

Erstellung eines Förderantrags​

Im Hinblick auf einen konkreten Aufruf sollten in den Partnerschaftsgesprächen folgende Punkte geklärt werden:

  • der Anruf und das Thema;
  • Konsortialkoordinator und antragsberechtigte Antragsteller;
  • Problemstellung und Zielgruppe;
  • OMI für die Ausschreibung relevante Komponenten;
  • vorgeschlagene Pilotprojekte und teilnehmende Einrichtungen;
  • erwartete technische und wissenschaftliche Ergebnisse;
  • Zuständigkeiten für die Arbeitspakete;
  • Budget- und Personalmonatsbedarf;
  • Nachhaltigkeits- und Bewirtschaftungsplan;
  • Anforderungen in Bezug auf Open Source, Datenmanagement und geistiges Eigentum;
  • Wirkungsindikatoren und Verpflichtungen zur Verbreitung.

Der „Grant Readiness Pack“ erweitert diese Punkte zu einem wiederverwendbaren Rahmenwerk für Konsortien und Projektvorschläge.

Auf dieser Seite wird die allgemeine Partnerschaftsbereitschaft von „OMI“ beschrieben; dies stellt keine Zusicherung dar, dass eine Teilnahme an einem bestimmten Förderprogramm oder einer bestimmten Ausschreibung möglich ist.

Kontakt​

Institutionen, die an einer Forschungskooperation, einer Pilotimplementierung, einem Sponsoring oder einer Teilnahme am Konsortium interessiert sind, können sich über die auf dieser Website angegebenen Kontaktmöglichkeiten an das „Open Manuscript Initiative“ wenden. Informationen zu Möglichkeiten der Unterstützung durch die Community und zu Finanzierungsmöglichkeiten finden Sie unter Support OMI.